Architektur Dialoge Basel zeigt im Rahmen der trinationalen Architekturtage am Oberrhein zeitgenössische Architektur in der Region Basel

Mittagsführungen

Architektur grenzenlos

«Architektur grenzenlos» kann auf ganz unterschiedliche Arten interpretiert werden. In der heutigen Gesellschaft nimmt die Bedeutung von barrierefreien Bauten zu. Eine Architektur ohne Grenzen kann sich aber auch in der Phantasie von Kindern manifestieren. Naheliegend ist ebenfalls der Gedanke an waghalsige Konstruktionen oder eine Architektur, die überall auf der Welt stehen kann, die gewissermassen international ist, grenzenlos.

Architektur Dialoge Basel

Mo | 15. Oktober 2012 | 12:30–13:30 UHR

Mittagsführung 1: PROF. Dr. Phil. RALPH UBL

Kunsthistoriker, Ordinarius Neuere Kunstgeschichte, Universität Basel mit Andreas Bründler, Buchner Bründler Architekten

Wohnhaus | Bläsiring 124 | Basel (Buchner Bründler Architekten, 2012)

In der sechs Meter schmalen Baulücke wird anstelle des Einfamilienhauses aus dem Jahre 1870 ein fünfgeschossiges Wohnhaus mit Attika errichtet, welches sich in zwei Wohneinheiten à 200 m2 zu je drei Geschossen gliedert. Die individuelle Ausformulierung der Etagen bestimmt den architektonischen Ausdruck der Fassade. Ineinandergreifende Räume zeichnen sich auf der Fassade horizontal und vertikal ab. Dabei bilden die Erschliessungsräume den geschlossenen Teil der Fassade, die Wohnräume sind als Fassadenöffnungen lesbar. Die raumhohen Verglasungen strassen- wie hofseitig in der Sichtbetonfassade ermöglichen tageslichtdurchflutete Räume bei zwölf Meter tiefen Grundrissen. Bild © Ruedi Walti, Basel

Ralph Ubl, geboren 1969 in Wien, ist Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel, Direktor des NFS eikones und Gastprofessor an der University of Chicago. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Bildkünste vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart sowie Kunst- und Bildtheorie.

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Architektur Dialoge Basel

DI | 16. Oktober 2012 | 12:30–13:30 UHR

Mittagsführung 2: Urs Buess

Co-Redaktionsleiter TagesWoche mit Darko Stula, TrinklerStulaPartner Architekten und Christian Lenzin, Berchtold.Lenzin Landschaftsarchitekten

Robinson-Spielplatz Volta | Voltaplatz | Basel (TrinklerStulaPartner Architekten, 2012)

Der Spielplatz definiert sich als eine Kinderzone ohne Erwachsene. Die Kinder sollen niederschwellig in ihrer «Parallelwelt» leben. Das Angebot umfasst weiterhin vielfältige Werk- und Spielanimationen. Das Spielgelände muss veränderbar und gestaltbar sein und partizipative und integrative Projekte sollen entwickelt und gefördert werden. Der neue Robinson-Spielplatz ist eingefriedet und besteht aus sieben Gebäuden. Durch die periphere Situierung der Bauten wird die Anlage an den Rändern räumlich gefasst. Gleichzeitig entstehen spannende Durchblicke. Die unterschiedlich geneigten Dachflächen bilden zusammen mit der Umzäunung eine sanft bewegte Silhouette. Bild: zVg

Urs Buess, geboren 1953. Primarlehrer in Graubünden und nach dem Studium Ringier-Journalistenschule. Redaktor Basler Zeitung 1982–1988. Bundeshauskorrespondent Tages-Anzeiger. Inland-Redaktor und Ressortleiter Inland Tages-Anzeiger 1995–2000. Mitglied Chefredaktion Tages-Anzeiger 2000–2002. Frankreich-Korrespondent Tages-Anzeiger 2002–2004. Mitglied Chefredaktion Basler Zeitung 2004–2011. Co-Redaktionsleiter TagesWoche seit 2011. Verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes.

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Architektur Dialoge Basel

Mi | 17. Oktober 2012 | 12:30–13:30 UHR

Mittagsführung 3: Jürg Stäuble

Künstler mit Anniina Koivu, Director of Research and Head of PR & Partnerships, Vitra

VitraHaus | Charles-Eames-Strasse 2 | Weil am Rhein (Herzog & de Meuron, 2009)

In den vergangenen Jahren hat Vitra sein Angebot von Designklassikern, Re-Editionen und Produkten von zeitgenössischen Designern für den Wohnbereich laufend erweitert. Seit 2010 werden diese Objekte im VitraHaus dem Publikum präsentiert. Der Showroom setzt sich aus zwölf abstrakten wie stranggepressten Urhäusern zusammen, die auf fünf Ebenen übereinandergestapelt sind und sich jeweils mit den Giebelbereichen der darunter liegenden Häuser überschneiden. Aus dieser Assemblage entsteht aussen mit waghalsigen Auskragungen und den verglasten Stirnseiten der «Häuserstangen» eine prägnante Gestalt, die innen mit ungewohnten Schnitträumen überrascht. Bild © Iwan Baan, © Vitra

Jürg Stäuble, geboren in Wohlen. Lebt seit 1970 in Basel und ist als freischaffender Künstler tätig. Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt im dreidimensionalen Bereich und in der Kunst im öffentlichen Raum. Während vieler Jahre war er Leiter der Bildhauerfachklasse der Schule für Gestaltung Basel und bis vor kurzem Professor am Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.

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Do | 18. Oktober 2012 | 12:30–13:30 UHR

Mittagsführung 4: DR. IUR. PETER SCHAI

Ehem. Mitglied des Grossen Rates Basel-Stadt

Lonza-Hochhaus | Münchensteinerstrasse 33 | Basel (Suter + Suter, 1962)

Teilnehmerzahl beschränkt | ohne Anmeldung

Das 1960–62 vom Büro Suter + Suter errichtete Lonza-Hochhaus veranschaulicht die Ästhetik des Funktionalismus und des internationalen Stils auf eindrückliche Weise. Das 19-geschossige Bürogebäude mit spitz zulaufenden Schmalseiten hat das 1958 von Gio Ponti und Pier Luigi Nervi errichtete Pirelli-Haus in Mailand als Vorbild. Die Betonkonstruktion mit vorgehängter Glasfassade und einer Verkleidung aus gerippten Aluminiumplatten fügt sich farblich in das Stadtbild ein und repräsentiert eine betont rationale Bauweise, die an die klassische Moderne anknüpft. Der streng geometrische Baukörper versteht sich als neutrale Hülle. Die Funktionalität steht im Vordergrund. Die Hinwendung zu einer internationalen Architektur ist wichtiger als der regionale Einfluss. Bild © MB Grafik

Peter Schai, geboren 1938 in Basel, Dr. iur. 1962, Advokatenexamen 1966. Ab 1967 Leitung des Projektes Besoldungsrevision Basel-Stadt, anschliessend Arbeit an Regierungs- und Verwaltungsreform. Von 1975 an Delegierter des Regierungsrates für Planungskoordination. Ab 1982 Aufnahme der Tätigkeit als freiberuflicher Berater, Aufträge aus Privatwirtschaft, von Gemeinwesen und Non-Profit-Organisationen. 1992 Beendigung des Engagements für die Regierung BS, Mitglied des Grossen Rates (CVP), Präsidium der Petitionskommission, 1998 des Grossen Rates, später von dessen Regiokommission, danach parallel auch der trinationalen Nachbarschaftskonferenz und des Oberrheinrates.

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Fr | 19. Oktober 2012 | 12:30–13:30 UHR

Mittagsführung 5: DR. THEOL. FRANZ CHRIST

Ehem. Münsterpfarrer, Basel

Rathaus | Marktplatz 9 | Basel (erbaut 1504−1904)

Das Basler Rathaus ist in vielerlei Hinsicht ein Gebäude, das Grenzen tangiert und durchbricht. Entstanden und gewachsen ist es im Laufe der vier Jahrhunderte zwischen 1504 und 1904, nachdem seine Vorgängerbauten, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, zerstört oder abgetragen worden sind. Am Marktplatz und zugleich am Fusse des Münsterhügels gelegen, ist es nicht allein durch seine Funktion das öffentlichste Gebäude Basels, sondern vermittelt darüber hinaus durch seine Lage im Stadtgefüge zum religiösen Zentrum der Stadt, dem Basler Münster. Einige Wandmalereien im Inneren nehmen politische und biblische Themen auf. Das Basler Rathaus ist heute Sitz verschiedener Behörden und Tagungsort für den Grossen Rat und den Regierungsrat. Bild © Juri Weiss

Franz Christ, geboren 1944 in Basel. Nach dem Humanistischen Gymnasium Theologiestudium in Basel und Berlin. 1968 Ordination zum Pfarrer. Heirat mit Salome Birkhäuser. Master of Sacred Theology in New York. 1969 Pfarrer in Beggingen (SH). Vater von drei Kindern. 1978 Pfarrer in Muttenz. 1983–2009 Pfarrer am Basler Münster. Daneben Engagement in Kirchenpolitik, Diasporaarbeit und Oekumene, für Kirchenmusik und Stadtkirchenarbeit. Publikationen zu Schleiermacher, von Predigten und zum Predigen, zu stadtkirchlichen Themen. 2009 Visiting Scholar in Princeton. 2011 Basler Katechismus.

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Die Architekturtage am Oberrhein finden seit dem Jahr 2000 im Elsass und in Baden-Würtemberg statt. Dank dem Engagement von Architektur Dialoge Basel werden sie seit 2008 trinational durchgeführt. Etwa 160 Veranstaltungen bringen jedes Jahr über 40'000 Besuchern zeitgenössische Architektur näher.

Kontakt

Andreas Reuter

Mitglied des Stiftungsrates

reuter@architekturdialoge.ch 

Mitarbeit

Oliver Brandenberger | Katharina Marchal | Andreas Reuter | Tilo Richter | Alban Rüdisühli | Jean-Pierre Wymann

Sponsoren

Swisslos Basel-Landschaft

Swisslos-Fonds Basel-Stadt

Manor